COPD Therapie

Bei einer COPD Erkrankung kommen die unterschiedlichsten Therapien zum Einsatz, die je nach Schweregrad variieren. Die Ziele einer COPD Therapie sind klar definiert und zielen im Wesentlichen auf folgende Ergebnisse:

  • Die Erkrankung zu verlangsamen
  • Die Erkrankten in einen besseren körperlichen Zustand zu versetzen
  • Die Begleiterscheinungen einer COPD zu lindern und ggf. ganz auszuschließen
  • Die allgemeine Lebensqualität des betroffenen Patienten zu optimieren bzw. zu verbessern

Diese Ziele kann man bei einer COPD Therapie auf verschiedenen Wegen erreichen. Hierbei unterscheidet man unter Therapien, die durch Medikamente unterstützt werden und Therapien, die ohne Medikamente durchgeführt werden. Sollte eine COPD durch Rauchen herbeigeführt worden sein, so ist die Rauchentwöhnung der erste wichtige Schritt für eine erfolgreiche Therapie.

Medikamentöse Behandlung bei COPD

Eine COPD Therapie, welche auf die Einnahme von Medikamenten basiert, zielt in erster Linie auf die Einnahme von inhalierbaren Wirkstoffen, die die Bronchien und nachfolgend die Atemwege erweitern. Dafür stehen die sogenannten Beta II Sympathomimetika und Anticholinergika zur Verfügung, die bei einer COPD Therapie bei Bedarf kombiniert verabreicht werden können, damit das bestmögliche Ergebnis erzielt wird. Hierzu wird ein Lungenfacharzt die optimale Dosierung im Vorfeld ermitteln. Die Wirkung kann zwischen 12 und 24 Stunden anhalten, je nach dem verabreichten Medikament.

Zusätzlich kann man auf weitere Medikamente bei einer COPD Therapie zurückgreifen, wobei bei einigen auch Nebenwirkungen auftreten können.

COPD Therapie mit Cortison

Kortikosteroide gehören ebenfalls zu den Medikamenten, die bei einer COPD in Kombination mit anderen Mitteln verabreicht werden können. Das im Volksmund als Kortison bekannte Medikament wird zumeist verschrieben, wenn sich der Patient im fortgeschrittenen Stadium einer COPD befindet und akute Begleiterscheinungen (Atemnot o. ä.) auftritt. Das Kortison wird dann zusammen mit einem Beta-2-Sympathomimetika verabreicht, damit eine kurzfristige Verbesserung der Begleitumstände eintritt. Zusätzlich können bestimmte Medikamente bei der Rauchentwöhnung verabreicht werden.

Die körperliche Betätigung gehört ebenfalls zu den begleitenden Maß´nahmen, wenn es um die Rauchentwöhnung geht, die körperliche Anstrengungen steigern das körperliche Wohlbefinden, den Muskelaufbau und verbessern den Kreislauf. Speziell bei Patienten, die eine höheren Schweregrad einer COPD erreicht haben, können auf körperliche Aktivitäten nicht verzichten.

Pneumologische Rehabilitation

Die pneumologische Rehabilitation ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der nicht-medikamentösen Therapie bei COPD. Sie wird in mehreren Stufen durchgeführt und soll die stetige Verschlechterung der Krankheit und der persönlichen Umstände aufhalten und dem Patienten die Freude am Leben zurückgeben. Gleichzeitig wird verhindert, dass der COPD Patient depressive Ansätze zeigt.

COPD Therapie mit Sauerstoff

Das kostenlose COPD-Kompendium können Sie hier als PDF bestellen: Download